Frischer Wind in Himmelstadts Kommunalpolitik

27.02.2002 (Kommentare: 0)

Junge Leute, die sich auf kommunaler Ebene engagieren

Die Neue Liste Himmelstadt stellte ihr Programm und ihre Kandidaten der Öffentlichkeit vor.
Die Neue Liste ist angetreten mit dem Anspruch, bei allen für den Ort wichtigen Fragen Engagement und Kompetenz zu beweisen. Bei einer Veranstaltung der Neuen Liste Himmelstadt zusammen mit Landrat Armin Grein hatten vergangene Woche die Zuhörer in der überfüllten Gaststätte Zur Brücke Gelegenheit, sich selbst ein Bild davon zu machen.

Zwölf motivierte Kandidaten
Die hohe Motivation der neuen Mannschaft zeige sich bereits in der Anzahl der von ihr aufgestellten Kandidatinnen und Kandidaten, so Burkhard Höfling, der durch die Veranstaltung führte und das Programm der Neuen Liste vorstellte. So kann die Neue Liste Himmelstadt als einzige Himmelstadter Gruppierung mit einer kompletten zwölfköpfigen Kandidatenliste zur Wahl am 3. März antreten.

Bürgerinteressen im Blick
Ein wichtiger Punkt für alle Kandidaten ist es, Bürgernähe und Offenheit in die Gemeinde-rats-arbeit zu bringen. Denn nur durch ein offenes Ohr für Belange der Bürger, und Informationen über anstehende Beschlüsse, getroffene Entscheidungen und die jeweiligen Hintergrundinformationen dazu, sei zu gewährleisten, daß die Gemeinderatsarbeit von der Bevölkerung mit getragen wird.
In dem Bewußtsein, daß nicht alle anstehenden Aufgaben und Maßnahmen sofort umsetzbar sind, ist es der Neuen Liste wichtig, die vorhandenen Mittel wohlüberlegt und mit Weitsicht einzuplanen. Aus diesem Grund sei ein längerfristiges Gesamtkonzept notwendig. Hauptpunkte sind dabei der Neubau eines Feuerwehrhauses, die Kirchenrenovierung, die Gestaltung des Kirchplatzes, Sanierung des Kindergartens und Erschließung des Baugebiets Mausberg III. Auch die zügige Bearbeitung der Trinkwasserproblematik hat sich die Neue Liste zur Aufgabe gemacht. Ferner wolle man sich der Hauptstraße und dem Problem des Schwerlastverkehrs widmen.
Zum Thema 'solide Kinder- und Jugendarbeit' kamen die Gestaltung der Spielplätze und die Schaffung von Freizeitangeboten für Jugendliche zur Sprache. Unter der Zusammenarbeit  mit den Vereinen stellt sich die Neue Liste unter anderem die Anregung eines Vereinsrings vor, aber auch die Unterstützung eines Ferienprogramms.
Es ist ebenfalls ein Anliegen der Neuen Liste, die Senioren aktiv ins Dorfgeschehen einzubinden.

Aktive Wirtschaftsförderung
Die Förderung der heimischen Wirtschaft, ein weiterer Punkt der Neuen Liste, beginne bereits dabei, das heimische Gewerbe ins Bewußtsein zu rücken. Hierzu könnten so einfache Maßnahmen, wie Ortspläne mit Firmenemblemen an den Ortseingängen, aber auch eine Wiederbelebung der Werbegemeinschaft beitragen. Ferner wurde auf die Notwendigkeit und Möglichkeiten eines aktiven Außenmarketings verwiesen, wofür das Standort-Informationssystem Bayern als Beispiel angeführt wurde.

Verkehrserschließung
Mit Entschiedenheit setzt sich die Neue Liste für eine regionale Verkehrserschließung ein und wendet sich gegen die vorgeschlagene Westumgehung in Form einer Transitautobahn. Dies war eines der beherrschenden Themen in den Ausführungen von Landrat Grein und der anschließenden Diskussion. Grein sah in der Autobahn die Möglichkeit einer besseren Verkehrserschließung des Landkreises, wenngleich sie als Kompromißlösung den an sie gestellten Anforderungen, nämlich neben Karlstadt auch die Städte Lohr und Gemünden anzubinden, nicht vollständig gerecht werde. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer „drittbesten Lösung“. Unwidersprochen blieb die Feststellung der Neuen Liste, daß alle Beschwichtigungen schlichtweg nur Wünsche seien, etwa was die Anzahl der Fahrspuren und Anschlußstellen angeht. Die Planungshoheit liege letztlich nämlich außerhalb des Landkreises Main-Spessart, und zwar in Berlin, wo man vor allem an einer Transitstrecke interessiert sei.

Pläne für die Zukunft
Insgesamt wurde deutlich, daß die Neue Liste nicht nur kurzfristige Interessen verfolgt, sondern mit den jungen Kandidaten die Geschicke des Ortes auf längere Sicht im Blick hat. Für die Zeit nach den Gemeinderatswahlen will sich die Neue Liste als Verein organisieren, um sich als eine feste Einrichtung zu etablieren und ihre Vertreter im Gemeinderat im Hintergrund zu unterstützen. Die Neue Liste vertraut jetzt auf eine entsprechende Unterstützung am 3. März, um ihr ehrgeiziges Vorhaben überparteilich, unabhängig und engagiert verwirklichen zu können.

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